Veranstaltungen


02.10.2022
18:00 Uhr
„1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland
Festliche Veranstaltung in der katholischen Kirche St. Marien Quickborn“

Im Jahr 2021 lebten Jüdinnen und Juden nachweislich seit 1700 Jahren auf dem Gebiet des heutigen Deutschland. Diesem geschichtlichen Ereignis, das coronabedingt bis in das Jahr 2022 verlängert wird, wird im Rahmen eines bundesweiten Themenjahres unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten besonders Rechnung getragen.

Am 11. Dezember 321 erlässt der römische Kaiser Konstantin ein Edikt (Gesetz), das besagt, dass Juden städtische Ämter in den Kurien, den römischen Stadträten, bekleiden dürfen und sollen. In dem Edikt wird die jüdische Gemeinde von Köln erwähnt.

In Würdigung dieses Anlasses lädt der Kultur-Verein zu einer festlichen Veranstaltung mit prominenten Gästen in die katholische Kirche St. Marien, Kurzer Kamp, am Sonntag, 2. Oktober 2022, um 18:00 Uhr ein.

Im Mittelpunkt stehen Lesungen aus dem biographischen Roman von Roman Frister „Ascher Levys Sehnsucht nach Deutschland“, die Geschichte einer jüdischen Familie von 1826 bis 1940, gelesen von dem ehemaligen Hamburger Michel-Hauptpastor Helge Adolphsen und seiner Frau, begleitet vom Streichquartett des Jewish Chamber Orchestra mit Musik von Felix Mendelssohn-Bartholdy.

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Der Prolog zur Veranstaltung über jüdische Persönlichkeiten in der Geschichte Hamburgs wird von Ruben Herzog, dem in Haifa geborenen, früheren Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde Hamburg, vorgetragen.

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„Wir haben hier in dieser Veranstaltung ein wunderbares Beispiel ökumenischen Zusammenwirkens: Die geschichtliche Würdigung jüdischen Lebens in einer katholischen Kirche mit einem evangelischen Theologen und einem jüdischen Gemeindevorsteher, umrahmt von Musik eines deutschen Komponisten jüdischer Abstammung, musiziert von jüdischen Künstlern“. (Johannes Schneider)

„Als Christen können wir gar nicht genug daran erinnern, dass die Wurzeln unseres Glaubens tief im Judentum verborgen sind. Unser gemeinsamer Stammvater des Glaubens an den einen Gott bleibt Abraham“, schreibt der ehemalige Pfarrer Wolfgang Guttmann als Grußwort.

Zu den Protagonisten. Das Jewish Chamber Orchestra Hamburg wurde 2018 mit der Idee gegründet, nach mehr als 80 Jahren erneut ein jüdisches Kammerorchester  in Hamburg zu etablieren. Damals, 1934, entstand es als Resultat der Ausgrenzung jüdischer Musiker aus dem öffentlichen Leben und musste sich nach nur vier Konzerten auflösen.  Die Musiker des Jewish Chamber Orchestra kommen aus verschiedenen Ländern aller Nationen und Religionen und leben überwiegend in Deutschland.

Helge Adolphsen, evangelischer Theologe, begann seinen kirchlichen Werdegang 1968 mit der Übernahme einer Gemeindepfarrstelle und war von 1979 bis 1981 auch zugleich Stellvertreter des Probstes in Kiel. 1981 wechselte er in die Militärseelsorge und wurde für sechs Jahre Evangelischer Wehrbereichsdekan in Kiel. 1987 bis zu seiner Emeritierung 2005 übernahm er für 18 Jahre das Amt eines Hauptpastors am Hamburger Michel und ist bis heute publizistisch und in ehrenamtlichen Funktionen tätig. Ihm zur Seite steht seine Frau Irmgard Adolphsen, Oberstudienrätin für Latein und Religion im Ruhestand, und vielen durch ihre Lektoren- Tätigkeit am Hamburger Michel bekannt.

Ruben Herzberg, Oberstudiendirektor a. D., in Haifa/Israel geboren, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Hamburg (2007 – 2011), Direktionsmitglied beim Zentralrat der Juden in Deutschland (2007 – 2011), Schulleiter eines Hamburger Gymnasiums (1994 – 2018) und Redaktionsleiter der pädagogischen Fachzeitschrift „Hamburg macht Schule“ (seit 2019).

Der Kultur-Verein lädt Menschen aller Konfessionen zu diesem besonderen Anlass herzlich ein. Der Eintritt beträgt € 20,00.

Es gelten die zum Zeitpunkt der Veranstaltung gültigen Corona-Bestimmungen.

22.10.2022
16:00 Uhr
Vergnügliche Musik auf dem Dachboden des Helenenhofs.
Was Bach im Café Zimmermann und Telemann in Alt-Hamburg spielte.

Johann Sebastian Bach und der ihm eng befreundete Hamburger Director Musici Georg Philipp Telemann sind nicht nur Meister der großen geistlichen Musik, sie haben mit ihrem Genie auch wunderbare weltliche Stücke komponiert, aus derer Vielzahl dieses Konzert zusammengestellt ist, das am Samstag, den 22. Oktober 2022 auf dem Dachboden des Helenenhof in Quickborn-Renzel, Dorfstraße 51 um 16:00 Uhr beginnend stattfindet.

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Im Mittelpunkt stehen zwei der schönsten weltlichen Kantaten von Bach, die sogenannte Kaffee Kantate „Schweig stille, plaudert nicht“ und die Bauernkantate „Mer hahn en neue Oberkeet“, eingerahmt von Musikstücken Telemanns zum Teil mit Texten in niederdeutscher Sprache. Passend dazu wird nach der Kaffee Kantate in der Pause zu Kaffee und Kuchen eingeladen und nach der deftigen Bauern Kantate geht es zu Wein und Brot.

Ein vergnüglicher Nachmittag, mit den renommierten Barockmusikern und Vokal-Solisten des Ensemble Merlini auf dem anheimelnden und liebevoll eingerichteten Dachboden des  Helenenhofs.

Das Ensemble Merlini wurde im Jahr 2000 von seiner heutigen Leiterin Petra Bensieck in Norderstedt gegründet. Der Begriff „Merlini“ stammt aus dem italienischen und bedeutet Amselkinder, und da der Beginn jungen Musiker in der Amselstraße lag, kam es zu dem Namen, der bis heute blieb.

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Ursprünglich bestand die Gruppe aus Knabensopranen des Hamburger Knabenchors und Instrumentalisten der Musikschule Norderstedt. Petra Bensieck als Leiterin der Musikschule hatte das Ensemble zusammengestellt, um mit den damals 12 jährigen Kindern Barockmusik zu erarbeiten. Nun sind es studierte Musiker mit Konzertverträgen im Ausland und vielen Städten Deutschlands, finden sich aber immer noch wieder zusammen. So zu diesem Konzert.
Das Ensemble musizierte im Berliner Dom, in Kathedralen wie Bad Oberon, St Georgen und Wismar, in den Schlössern Schwerin und Ludwiglust und ist seit einigen Jahren gern gesehener gehörter Gast in Quickborn.

„Die Aufführung dieser beiden wunderbaren, selten aufgeführten Kantaten – die eigentlich schon kleine humorvolle Singspiele sind -   in einem dazu passenden  Umfeld, ist mir seit langem Herzensangelegenheit. In der Verbindung von Dachboden und dem Ensemble Merlini geht dieser Traum nun in Erfüllung“. (Johannes Schneider)

Der Eintritt für dieses besondere Konzert beträgt € 20,00. Karten gibt es an der Abendkasse oder im Vorverkauf in der Buchhandlung Galensa, Am Freibad 4a (Telefon 04106 66464) E-Mail >info@buchhandlung-galensa.de<

05.11.2022
20:00 Uhr
I Vocalisti, geistliche Lieder und Chorsätze
Leitung Hans-Joachim Lustig.
Kirche St. Marien
24.11.2022 Tom Shaka, Master of Blues
Kamphuis
01.12.2022
19:00 Uhr
„Oh – schon wieder Weihnachten“
Texte: Marek Erhardt, am Flügel (Klassik und Jazz): Jasmin Böttger
Artur Grenz Saal, Quickborn
15.12.2022 
19:00 Uhr
Tour 23 – Songs & Geschichten
Ulla Meinecke & Reinmar Henschke:   poetische deutsche Popmusik
Artur Grenz Saal, Quickborn